Irgendjemand muss an irgendwas denken. Der Termin ist nur halb abgesprochen. Auf dem Tisch liegt ein Zettel, auf dem "Milch" steht, aber niemand weiss mehr, wer ihn geschrieben hat. Im Chat sind 14 Nachrichten, davon 11 organisatorisch, 2 missverständlich und 1 passiv-aggressives "Schon gut, ich mach's". Und irgendwo dazwischen steht ein sechsjähriges Kind, das jetzt sofort ganz dringend etwas braucht, was natürlich gestern schon hätte mit in den Rucksack gemusst.

So in etwa sieht echter Alltag aus.

Nicht immer. Aber oft genug.

Und genau deshalb habe ich Yunilo gebaut.

Ich bin nicht aus der Startup-Welt. Ich komme aus dem echten Leben.

Ich heisse Thomas, lebe in der Schweiz und arbeite seit vielen Jahren in der Pflege, vor allem im Bereich Demenz.

Ich bin kein klassischer Gründer. Ich habe keine formale IT-Ausbildung. Ich habe keinen schicken Lebenslauf mit Stationen in drei Startups, zwei Accelerator-Programmen und einer Phase, in der ich "Produktvisionen skaliert" habe. Ehrlich gesagt: Schon bei solchen Formulierungen steigt bei mir innerlich der Blutdruck ein wenig.

Ich komme nicht aus der Tech-Bubble. Ich komme aus einem Alltag, in dem man praktisch denken muss. Dinge müssen funktionieren. Nicht auf einer Präsentation. Nicht in einem Workshop mit Post-its. Sondern dann, wenn Menschen müde sind, gestresst, abgelenkt oder mit dem Kopf schon beim nächsten Problem.

Vielleicht sehe ich Software genau deshalb etwas anders.

Ich mag Dinge, die klar sind. Dinge, die helfen. Dinge, die nicht noch extra erklärt werden müssen wie ein neuer Thermomix mit Raumfahrtlizenz.

Die Idee kam nicht aus einem Businessplan, sondern aus dem ganz normalen Wahnsinn

Ich kenne Familienchaos nicht aus einem Sachbuch und auch nicht aus irgendeiner "User Journey".

Ich kenne es aus meinem echten Leben. Mit meiner geliebten Frau. Mit meiner sechsjährigen Tochter. Mit all dem, was Familie schön macht - und all dem, was sie organisatorisch manchmal zu einer Disziplin mit leicht herbem Beigeschmack macht.

Familienalltag ist nämlich selten nur ein Kalenderproblem.

Es ist auch kein reines To-do-Problem. Und kein Einkaufslistenproblem. Und auch kein "Wir müssen einfach besser kommunizieren"-Problem.

Es ist meistens alles zusammen.

Termine, Aufgaben, Schule, Einkaufen, kleine Erinnerungen, Nachrichten, spontane Änderungen, Kinderkram, Sachen, die man gleich machen wollte, Sachen, die man gestern schon vergessen hat, und dieser ständige Gedanke: Haben wir irgendwas vergessen?

Das ist der Punkt, an dem viele Apps bei mir raus waren.

Nicht, weil sie grundsätzlich schlecht sind. Sondern weil sie oft an der Realität vorbeigehen. Die eine kann Termine gut, die andere Aufgaben, die dritte Einkaufslisten, die vierte will Kinder motivieren, die fünfte sieht toll aus, macht aber schon beim Öffnen den Eindruck, dass sie selbst dringend betreut werden müsste.

Im echten Familienleben hat aber niemand Lust, für jede Kleinigkeit in eine andere App zu springen wie ein Zirkusartist.

Ich wollte keine App bauen, die wichtig klingt. Ich wollte eine, die hilft.

Genau daraus ist die Idee für Yunilo entstanden.

Nicht mit dem Anspruch, die Welt neu zu erfinden. Und ganz sicher nicht mit dem Ziel, eine "Plattform für moderne Familienorganisation" zu schaffen. Solche Sätze klingen für mich immer ein bisschen so, als hätte jemand zu lange in einem Besprechungsraum ohne Fenster gesessen.

Ich wollte etwas Einfacheres.

Eine Lösung für Familien, die im Alltag wirklich hilft. Nicht theoretisch. Nicht irgendwann. Sondern morgens, zwischen Brotdose und Schlüsselsuche. Nachmittags, wenn noch schnell etwas eingetragen werden muss. Abends, wenn keiner mehr Lust auf komplizierte Tools hat und trotzdem noch zehn Dinge offen sind.

Yunilo ist aus einem echten Problem entstanden: Familienalltag ist eben kein sauber sortierter Kalender. Er ist ein wilder Haufen aus Terminen, Einkauf, Aufgaben, "Denk bitte dran", "Wer macht das?", "Was fehlt noch?", Müde-Sein und Mental Load.

Und ich wollte keine App bauen, die dieses Chaos noch digital veredelt.

Neben dem normalen Arbeitsalltag. Mit Fehlern. Vielen Fehlern.

Ich habe Yunilo neben meinem normalen Arbeitsalltag entwickelt.

Also nicht mit einem grossen Team, nicht mit endlos Zeit und nicht mit irgendeiner Gründerromantik im Loftbüro, wo alle an MacBooks sitzen und bedeutungsvoll nicken.

Sondern neben dem ganz normalen Leben.

Ich habe mir vieles selbst beigebracht. Nicht, weil ich das für besonders heldenhaft halte, sondern weil es schlicht nötig war. Wenn man keine formale IT-Ausbildung hat, gibt es irgendwann nur zwei Möglichkeiten: entweder man lässt es bleiben - oder man arbeitet sich rein.

Ich habe mich reingearbeitet.

Mit Ausprobieren, Fluchen, Verwerfen, nochmal neu anfangen, verbessern, wieder testen und an manchen Stellen auch mit der ganz besonderen Einsicht: "Das hast du jetzt verbockt, das kann wieder weg." Und ja, das kam öfter vor, als mir lieb war.

Und ehrlich gesagt finde ich genau das inzwischen spannender als diese aufpolierten Gründergeschichten, in denen immer alles nach klarer Vision aussieht. Bei mir war vieles eher: echte Beobachtung, echtes Problem, ehrlicher Versuch, etwas Brauchbares draus zu machen.

Was Yunilo heute sein soll

Yunilo ist eine Familien-App. Punkt.

Die Grundidee ist simpel: Auf dem Handy kann man schnell Dinge eintragen - weil das im Alltag realistisch ist. Niemand setzt sich erst mit feierlicher Musik an den Schreibtisch, um eine Aufgabe für Mittwoch 16:30 Uhr sauber zu dokumentieren. Man trägt Dinge dann ein, wenn sie auftauchen. Zwischen zwei anderen Sachen. Mit halbvollem Kopf. Genau dafür muss es gemacht sein.

Und wenn man Yunilo im Querformat nutzt, wird daraus ein gemeinsames Familien-Board - zum Beispiel auf einem Tablet, Wanddisplay oder grösseren Bildschirm.

Das war mir wichtig, weil Familienorganisation nicht komplett in privaten Handys verschwinden sollte. Es hilft, wenn Dinge sichtbar sind. Nicht in irgendeinem Untermenü, sondern da, wo Familie tatsächlich stattfindet.

Yunilo bringt deshalb Dinge zusammen, die im Alltag sowieso zusammenhängen:

  • Termine
  • Aufgaben
  • Einkauf
  • Nachrichten
  • Kinderaufgaben
  • Punkte und Belohnungen
  • und vor allem einen ruhigen Überblick

Nicht als Super-System. Nicht als digitale Kommandozentrale mit zu vielen Knöpfen. Sondern als etwas, das man versteht und benutzt, ohne vorher eine Schulung zu brauchen.

Warum Yunilo keine normale Kalender- oder To-do-App ist

Ein Kalender sagt dir, wann etwas ist.

Eine To-do-App sagt dir, was zu tun ist.

Eine Einkaufsliste sagt dir, was fehlt.

Familienalltag sagt meistens gleichzeitig alles davon - plus noch drei Sachen, die niemand aufgeschrieben hat.

Genau deshalb wollte ich etwas bauen, das näher an der Wirklichkeit ist. Gut sortiert und brauchbar. Nicht überladen, aber voll genug für das, was Familien eben wirklich brauchen.

Mir geht es bei Yunilo nicht darum, möglichst viele Funktionen irgendwo reinzupacken. Sondern darum, dass man den Alltag besser im Blick hat, ohne dass die Organisation selbst zur Belastung wird.

Wenn eine Familien-App am Ende dafür sorgt, dass man erstmal diskutieren muss, wie man sie benutzt, dann hat sie ihren Job verfehlt.

Warum mir das persönlich wichtig ist

Hinter Yunilo steht kein anonymer Konzern. Kein Marketingteam, das Familienleben nur aus der Werbung kennt. Kein Gründer, der aus Versehen mal eine Brotdose gesehen hat und jetzt die grosse Lösung für den Alltag verkaufen will.

Dahinter stehe ich.

Ein Mensch mit einem normalen Leben. Mit Arbeit. Mit Familie. Mit Verantwortung. Mit dem Wunsch, etwas zu bauen, das nicht blendet, sondern hilft.

Vielleicht ist Yunilo gerade deshalb so geworden, wie es ist.

Alltagstauglich. Familiennah. Klar. Ohne grossen Schnickschnack.

Ich bin weiterhin auf dem Weg damit. Yunilo ist ein ernst gemeinter, sehr persönlicher Versuch, aus echtem Chaos etwas Brauchbares zu machen.

Wenn du Familie hast, weisst du wahrscheinlich sofort, worum es geht

Wenn du selbst Familie hast, kennst du dieses Gefühl wahrscheinlich: Eigentlich läuft alles, aber gleichzeitig auch nur knapp.

Irgendwas ist immer. Ein Termin. Eine Aufgabe. Eine Nachricht. Eine Liste. Meine Kleine, die etwas braucht. Meine geliebte Frau, die dachte, ich hätte das übernommen. Und zack, ist man wieder in dieser Mischung aus Organisation und Improvisation, die erstaunlich viel Energie frisst.

Genau da soll Yunilo helfen.

Nicht als Wunderwaffe. Nicht als perfekte Antwort auf jedes Chaos. Aber vielleicht als etwas, das den Alltag ein bisschen ruhiger, klarer und gemeinsamer macht.

Wenn du magst, probier Yunilo aus. Schau, ob es zu deinem Familienalltag passt. Und wenn nicht, dann sag mir auch das. Ehrliches Feedback ist mir lieber als freundliches Schweigen.

Denn am Ende baue ich Yunilo nicht für Folien, sondern für echte Familien. Für Küchentische. Für vergessene Einkäufe. Für zu viele Gedanken gleichzeitig. Und für diesen einen Satz, der in ziemlich vielen Haushalten regelmässig fällt:

"Das habe ich vergessen."